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Freitag, 10. August 2012

Bewertung des Rival de Loop Beauty Balms


Bei diesem Beitrag muss ich vorausschicken, dass ich mich mit Foundations nicht auskenne. Zum einen habe ich zum Glück ein relativ ebenes Hautbild, dass nicht dazu nötigt, eine Foundation zu benutzen und zum anderen habe ich bei einigen wenigen Versuchen auch nur sehr unzufriedene Ergebnisse erhalten. Ich habe sehr, sehr helle Haut. Um wirklich ein zu mir passendes Make-Up zu finden, müsste ich vermutlich sehr viel Geld in der Parfümerie lassen. Das ist es mir nicht wert, wenn ich bedenke, dass ich eh jemand bin, der sich viel im Gesicht rumreibt. Da würde ich vermutlich mein Make-Up mehrmals täglich zerstören. Kurzum: ich mag es relativ natürlich, verwende eigentlich nur Kompaktpuder oder, wenn es mal etwas mehr sein darf das Alverde Mineralpuder in der hellsten Nuance. Aber selbst das dunkelt stark nach und ich kann es nur auf gebräunter Haut verwenden. Wenn ich euch also über den Rival de Loop „Beauty Balm“ berichte, kriegt ihr eine Anfängermeinung zu lesen.




Pflegeversprechen.
Über den Beauty Balm hatte ich in einigen Blogs Gutes gelesen. Vor allem, dass er hell sein soll. Ich habe schon einmal eine getönte Tagescreme probiert, die angeblich für helle Haut sein sollte und sah nach der Anwendung aus, als hätte ich mir braune Paste ins Gesicht geschmiert. Danach habe ich es gar nicht mehr erst versucht, mir eine solche Creme zu kaufen. Aber nach den Berichten war ich neugierig. Vor allem weil man für 3 Euro nicht all zu viel falsch machen kann. Die anderen „Blemish Balms“ oder wie sie alle heißen, die derzeit den deutschen Markt entern sind – wenn ich das richtig überblicke – in der Regel noch recht teuer. Da bin ich zu geizig für.

Der RdL „Beauty Balm“ verspricht sechs Funktionen in einer Creme und wirbt mit der Bezeichnung „Abdeckende Multi-Effekt Tagescreme“. LSF 15 soll drin sein, das finde ich gut, für Deutschland genau die richtige Höhe bei einer Tagescreme, meiner Meinung nach. (Ich weiß, dass viele da anderer Meinung sind und höhere LSF bevorzugen, aber ich habe nie das Bedürfnis nach LSF 50 in einer Tagescreme gehabt, sondern denke mir eher etwas in die Richtung „Das kann irgendwann auch nicht mehr gesund sein.“ Aber es ist absolut Geschmackssache.) Die sechs Funktionen sind: Feuchtigkeitspflege, strahlender Teint, Abdeckung von Rötungen und Unreinheiten, Kaschieren kleiner Fältchen, mattierend, LSF 15. Das ist also ein bisschen getrickst. Eine Feuchtigkeitspflege, die keinen strahlenden Teint verspricht würde wohl niemand kaufen. Aber egal, wichtiger sind meine Erfahrungen.


Ohne Beauty Balm.

Mit Beauty Balm: leider mit leicht verändertem Licht (wolkiger Tag), sorry. Wie zu sehen ist: die bläulichen Adern werden nicht gut abgedeckt. Deutlich besser ist die Abdeckung bei Rötungen.




Die Creme lässt sich gut auftragen. Sie ist fester als so manche andere Tagespflege, aber mit den Fingern gelingt ein streifenfreier, gleichmäßiger Auftrag, ohne dass man „Rubbeln“ müsste. Für mein Gesicht habe ich ungefähr zwei erbensgroße Portionen benötigt. Direkt beim Auftrag sind mir einige Dinge aufgefallen. Zum einen passt sich die Creme sehr gut meinem Hautton an. Zwar ist die Haut im Moment etwas gebräunt, aber ich glaube, dass die Creme auch für meinen Winterteint hell genug ist. Das ist schon mal super und unterscheidet das Produkt von sehr vielen Drogerie-Foundations oder besagter getönter Creme, die ich so probiert habe. Das nächste was auffällt ist die Deckkraft. Die empfinde ich als wirklich gut für eine Creme. Meine normale Hautfarbe ist nicht verschwunden, aber sie wirkt ausgeglichen, Rötungen gehen deutlich zurück. Ich finde die Deckkraft sehr gut und gleichzeitig sieht es nicht unnatürlich aus. Die dritte Beobachtung: es klebt. Nach dem Auftrag hat man leider ein klebriges Gefühl im Gesicht, das sich auch mehrere Stunden hält. Ich habe auch versucht, die Creme mit Puder „zu fixieren“, das ändert an dem klebrigen Gefühl leider nichts. Die Creme verbindet sich in meinem Fall nur sehr schlecht mit der Haut, sondern sitzt eher oben drauf. Das ist schade. Allerdings kann man für den kleinen Preis auch wirklich kein perfektes Produkt erwarten. Da ich – wie gesagt – im Alltag mit Puder schon sehr glücklich bin, werde ich mir die Creme vermutlich aufheben für Situationen, in denen es ein bisschen mehr sein darf (zum Ausgehen, bei Bewerbungen oder ähnliches). Zur Langzeit-Pflegewirkung kann ich deshalb nicht viel sagen. Hat man die Creme einen Tag im Gesicht fühlt sich die Haut abends gut an, keinesfalls ausgetrocknet.

Die Creme ist relativ fest in ihrer Konsistenz.
Mattierend ist die Creme mit Einschränkungen. Der Teint wird leicht mattiert, aber insgesamt war bei mir das Ergebnis sehr, sehr natürlich. An einigen Stellen glänzte die Haut noch ganz leicht etwas. Mit etwas Puder darüber gibt sich das aber. Und ich konnte auch trotz des klebrigen Gefühls recht normal Rouge auftragen. Ob die Creme Fältchen kaschiert kann ich nicht sagen. Ich bin jung genug keine Fältchen zu haben, die kaschiert werden müssten.

Die Verträglichkeit über einen Tag hinweg war gut. Anfangs kitzelte es allerdings etwas im Gesicht. Deshalb würde ich Menschen mit empfindlicher Haut dazu raten, vorher sehr genau die Inhaltsstoffe durchzulesen. Die Creme ist übrigens auch leicht parfümiert. Sie riecht süßlich-erdig.

Inhaltsstoffe.
Fazit: Für 3 Euro wirklich ein super Produkt. Es hat zwar Schwächen, aber die sind bei dem Preis verziehen. Das klebrige Gefühl stört etwas, deshalb würde ich die Creme wohl nicht täglich nutzen wollen. Wenn ich mir eine höhere Deckkraft als durch mein Puder wünsche, werde ich aber gerne wieder auf die Creme zurückgreifen.

Bewertung:
Pflegewirkung: 3,5 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 4,5 von 5 Punkten
Anwendung: 4 von 5 Punkten 

Freitag, 11. Mai 2012

Bewertung der Balea Nature Tagescreme


Vor gar nicht all zu langer Zeit hat Balea eine neue Produktlinie im Bereich Gesichtspflege herausgebracht. Sie trägt den Namen „Nature“. Erst war ich verwirrt: warum bringt dm, die ja im Bereich Naturkosmetik mit der Eigenmarke „alverde“ gut aufgestellt sind, eins dieser Produkte auf den Markt, die so aussehen, als wären natürliche Inhaltsstoffe drin? Solche Produkte sind ja immer wieder Ziel von Kritik, weil sie vorgaukeln, natürlich und gesund zu sein, aber im Endeffekt fast genauso auf künstlich gewonnene Inhaltsstoffe setzen wie jede andere Creme. Aber für solche Produkte scheint es derzeit einen guten Markt zu geben, auf dem nun auch Balea mitmischt.

Verspricht: 95% Bio

Ich war trotzdem erfreut von den neuen Produkten zu hören. Denn sie werden damit beworben frei von Silikonen und Parabenen zu sein. Meine Gesichtscremes müssen keine zertifizierte Naturkosmetik sein. Aber ein wenig auf die Inhaltsstoffe achte ich schon. Die „Balea Nature“-Serie machte mich deshalb neugierig und ich habe die Tagescreme getestet.

Pflegeversprechen
Leider musste ich feststellen, dass ich sie nicht vertrage. Zweimal habe ich es mit ihr versucht, aber jedesmal habe ich davon enorm viele Pickel bekommen (die ich dann zwischendurch erst einmal bekämpft habe, bevor es in die zweite Runde ging). Wirklich schade, denn ansonsten hat mir die Creme gut gefallen. Sie hat eine angenehme Konsistenz und lässt sich gut verteilen. Der Duft ist ungewöhnlich und – typisch Balea – ein wenig zu intensiv, aber insgesamt okay. Er riecht recht frisch und etwas fruchtig (allerdings gar nicht nach Tomate, falls das jemanden interessiert). Meine Haut fühlte sich nach dem Auftrag gut an. Schnell eingezogen ist sie auch, ich konnte also direkt mit dem Schminken loslegen.

Ungewöhnlich: Creme mit Tomate & Inhaltsstoffe
Fazit: Ich kann empfehlen, dass ihr euch die Creme einmal anschaut. Sie macht einen guten Eindruck. Nur leider kann es – wie in meinem Fall – passieren, dass ihr sie nicht vertragt.

Bewertung:
Pflegewirkung: 4 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 4 von 5 Punkten
Anwendung: 5 von 5 Punkten 

Freitag, 18. November 2011

Bewertung der Balea Outdoor Aktiv Creme


Inzwischen ist es ja draußen schon recht winterlich geworden – zumindest was die Temperaturen angeht. Wir hatten zwar auch einige goldene Herbsttage, aber sobald die Außentemperatur sich im einstelligen Bereich bewegt, merkt man, wie speziell die Gesichtshaut trockener wird und mehr Pflege braucht. Früher habe ich dann einfach meine normale Tagescreme in größeren Mengen aufgetragen. Doch im letzten Jahr hat Balea die Outdoor Aktiv Creme auf den Markt gebracht (d.h. vielleicht gab es diese Creme auch schon früher und ich habe sie nur nicht entdeckt).



Jetzt in diesem Winter gibt es die Creme wieder zu kaufen, weshalb ich euch kurz von meinen Erfahrungen berichten wollte. Sie verspricht die Haut vor kalter Winterluft draußen und trockener Heizungsluft drinnen optimal zu schützen. Im letzten Winter war ich mit der Creme sehr zufrieden. Meine Gesichtshaut ist eher fettig/ölig und neigt hin und wieder zu Unreinheiten. Zum Standard gehören deshalb für mich Cremes für normale oder Mischhaut. Die Outdoor Aktiv Creme ist für mich im Winter nicht zu reichhaltig (im Sommer wäre sie das jedoch mit Sicherheit). Sie wirkt schon recht fettig und fest (im Vergleich zu den Cremes, die ich sonst verwende). Trotzdem lässt sie sich gut verteilen und eine geringe Menge reicht für mein Gesicht völlig aus (weshalb ich die Tube aus dem letzten Jahr auch noch nicht aufgebraucht habe und jetzt weiter benutze).
Die Creme riecht leicht süßlich, aber weitaus weniger aufdringlich als andere Balea Cremes, die ich kenne. Außerdem verfliegt der Geruch – erfreulicherweise – ziemlich schnell. Das Tragegefühl ist prima. Die Creme zieht recht schnell ein, eignet sich als Make-Up-Unterlage und fühlt sich gut gepflegt an, trotz des ständigen Warm-Kalt-Wechsels im Winter.

Lässt sich durch Klicken vergrößern.

Das waren also die positiven Punkte. Eine ganze Menge, wie ich finde. Doch leider habe ich auch einen Kritikpunkt, der sich allerdings erst im Laufe des letzten Jahres für mich ergeben hat: die Inhaltsstoffe. Wer einen Blick auf die Auflistung bei codecheck.info wirft, sieht, dass leider 5 weniger oder nicht empfehlenswerte Stoffe enthalten sind, darunter auch Silikonöl – für mich bei Cremes inzwischen eigentlich ein No-Go. Jedoch: der Stoff „Dimethicone“ steht eher am Ende der Inhaltsstoffliste, was bedeutet, dass er in recht geringen Mengen enthalten ist. Das macht die Sache etwas besser. Außerdem ist einer der enthaltenen und von Codecheck negativ bewerteten Inhaltsstoffe der Lichtschutzfilter. Um den kommt man, wenn man denn Wert auf ihn legt, nunmal nicht herum (mineralische LSF würde „weißeln“, ein Effekt, den man bei Gesichtscreme sicher nicht haben möchte). Schade finde ich in dem Zusammenhang allerdings, dass die Creme sich stark an den Bedürfnissen eines Winterurlaubs orientiert. Denn Schnee+Sonne ist eine Mischung, die unbedingt einen Lichtschutzfilter verlangt. Wer aber – wie ich – ganzjährig in einer eher grauen Großstadt wohnt, braucht eigentlich im Winter keinen Lichtschutzfilter. Oder wie seht ihr das? Und für ein paar Wochen Winterurlaub könnte man sich durchaus einfach eine spezielle Sonnencreme kaufen.

Die Creme ist für eine Gesichtscreme recht fest in ihrer Konstistenz.
Fazit: Silikon als Inhaltsstoff und ein recht hoher Lichtschutzfaktor für einen durchschnittlichen deutschen Winter – eindeutige Nachteile der Balea Outdoor Aktiv Creme. Die Anwendung gefällt mir sehr gut und auch der Effekt. Deshalb werde ich meine angefangene Tube auf jeden Fall aufbrauchen (und wahrscheinlich ist dann auch schon der Winter wieder vorbei). Vielleicht versuche ich danach mein Glück mit einer der Alverde Gesichtscremes, die mir inzwischen für den Sommer alle zu reichhaltig sind. Für den Winter jedoch könnte sich meine Haut vielleicht mit ihnen anfreunden. Doch, sicher ist noch nichts. Zur Balea Creme lässt sich aber auf jeden Fall sagen: passt schon!

Bewertung:
Pflegewirkung: 4,5 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 4,5 von 5 Punkten
Anwendung: 4,5 von 5 Punkten


Vorschau: Nächste Woche erzähle ich euch vom Balea Duschöl.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Play it again: Neues über bereits getestete Produkte


Inzwischen ist der Blog gut ein halbes Jahr alt und ich habe schon über so einige Produkte berichtet. Heute und auch in ein paar der kommenden Wochen sollen deshalb etwas andere Einträge erfolgen. Ich möchte nicht über ein weiteres Produkt berichten, sondern euch an der Langzeiterfahrung einiger der bisher getesteten Produkte teilhaben lassen. Natürlich berichte ich auch sonst immer erst nach einiger Zeit über die Sachen und gebe niemals „erste Eindrücke“ an euch weiter. Trotzdem verändern sich Haut und Haar und bei so manchem Produkt kann es zwei oder drei Monate dauern, bis man genau weiß, wie und wann es richtig zu verwenden ist – also mir geht das zumindest so ;-).

Ich habe also den kompletten Blog noch einmal gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass ich euch DAS HIER noch sagen wollte:

Ungefähr 1 ½ Tuben lang habe ich dieses Produkt als Nachtpflege verwendet, dann wurde es zu reichhaltig. Insgesamt bin ich trotz mehrerer Versuche mit Naturkosmetik mit ihr nicht so richtig warm geworden. Ich brauche wirklich sehr leichte Cremes und zumindest das Alverde-Sortiment ist meinem Empfinden nach recht reichhaltig. Teurere Naturkosmetik traue ich mich noch nicht so recht auszuprobieren, weil ich die Befürchtung habe, es könnte da ähnlich sein und zum „einfach mal ausprobieren“ sind mir die Sachen meist zu teuer. Besonders was eine Nachtcreme angeht bin ich also immer noch auf der Suche. Derzeit benutze ich die „Entspannende Nachtcreme“ von Balea, weil ganz ohne Nachtcreme meine Wangenpartie viel zu trocken ist. Verwende ich die Creme am Kinn, dann kriege ich dort aber leider Pickelchen. Verwende ich keine Nachtcreme am Kinn, dann wird die Haut dort mit der Zeit sehr rau und schuppt sich sogar leicht. Ihr seht: die Sache ist kompliziert ;-). Wer Tipps hat darf sie sehr, sehr gerne in den Kommentaren loswerden.



Von diesem Shampoo bin ich nach wie vor begeistert, allerdings verwende ich es inzwischen seltener, um die Haare nicht zu stark auszutrocknen, und sogar recht gezielt, wenn ich weiß, dass meine Haare einmal drei Tage ohne Wäsche überstehen müssen. Außerdem verzichte ich inzwischen auf die zweite Shampoonierung. Auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anfühlt: es reicht, um die Haare sauber zu kriegen.
Genrell möchte ich an dieser Stelle aber gerne etwas über Naturkosmetik-Haarshampoos sagen. Ich lese bei Facebook immer wieder, dass viele extreme Probleme mit ihren Haaren bekommen, wenn sie auf Alverde-Shampoos umsteigen. Ich habe bis vor einiger Zeit überhaupt nicht auf Inhaltsstoffe in Shampoos geachtet und recht bunt gemischt, was auf meinen Kopf kam. Darunter auch z.B. Pantene ProV (also Silikonhaltige Shampoos). Am häufigsten habe ich aber Guhl-Shampoo benutzt (ohne Silikone). Ich weiß nicht, ob es daran lag, jedenfalls hatte ich keinerlei Probleme beim Umstieg auf Naturkosmetik-Haarshampoos. Sie tun meinen feinen Haaren sogar richtig gut und ich hatte seitdem kein Schuppenproblem mehr (hatte ich früher mit konventionellen Shampoos leider regelmäßig). Ich persönlich kann deshalb jedem nur empfehlen, es einmal auszuprobieren! Wenn ihr Interesse habt, kann ich auch gerne einmal über meine Haarroutine berichten.



Und es hält und hält und hält. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich mein erstes Fläschchen gekauft habe. Schon als ich den Blogeintrag zu diesem Serum schrieb, hatte ich ein Ersatzfläschchen im Schrank, weil ich glaubte, es müsse langsam aber auch leer sein. Das ist es allerdings bis heute nicht. Und ich benutze es mindestens dreimal die Woche. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist also nicht mehr zu toppen!



In diesem Eintrag schrieb ich, ich sei begeistert von der Creme. Inzwischen muss ich sagen: ich bin es nicht mehr. Schuld daran sind die Inhaltsstoffe. Nachdem ich Silikone in Verdacht habe, für große Probleme mit der Haut an meinen Beinen verantwortlich zu sein, bin ich ihnen generell in jedem Produkt gegenüber skeptisch. Und leider sind in den meisten Nivea-Produkten Silikone enthalten, wie auch in dieser Tagescreme.



In diesem Eintrag hatte ich noch prognostiziert, dass der Balea Rasierschaum mein Standard-Rasierschaum werden würde und der von Alverde nur hin und wieder zum Einsatz kommen wird. Heute kann ich sagen: es kam doch anders. Für meine Beine – an denen die Haut wie schon oft erzählt, inzwischen sehr empfindlich ist – verwende ich nur noch den Alverde Rasierschaum. Ich habe das Gefühl, dass die Rasur mit ihm sanfter ist, als mit dem Balea Rasierschaum. Warum ich dieses Gefühl zu Beginn nicht hatte, kann ich nicht sagen. Vielleicht war ich einfach zu sehr an konventionellen Schaum gewöhnt. Aber leider wird es bei dem Alverde-Schaum irgendwann keinen Nachschub mehr geben, da es sich um eine Limited Edition handelt. Dann bin ich also gezwungen, wieder zur Balea-Variante zurückzukehren. Ich bin gespannt, wie meinen Beinen das gefällt.

Als ich über diese Fußpflege geschrieben habe, hatte ich euch versprochen, auch über die Balea Schrundensalbe zu berichten, sobald ich sie getestet habe. Leider hat es etwas gedauert, aber der Bericht ist fertig und ihr findet ihn nächste Woche an dieser Stelle. In zwei Wochen geht es dann weiter mit weiteren Berichten zu Produkten, die ich schon getestet habe, zu denen es aber Neues zu erzählen gibt.

Donnerstag, 1. September 2011

Bewertung der „Essence My Skin Mattifying Cream“

Schon einmal habe ich für euch über Tagespflege geschrieben und war dabei zu dem Schluss gekommen, dass die Nivea Feuchtigkeitsspendende Tagescreme eine gute Wahl für mich ist. Zwischenzeitlich ist jedoch das Thema Silikone für mich ein wichtiges geworden. Ich versuche inzwischen weitestgehend auf Silikone in sämtlichen Kosmetika zu verzichten. Ich möchte Silikone nicht generell verteufeln, aber aus dem, was ich im Internet über sie lese werde ich nicht so richtig schlau. Und so lange ich nicht weiß, ob ein Stoff mir eher schadet oder eher gut tut, bleibe ich lieber auf der sicheren Seite und versuche gute Alternativen zu finden.
Creme im Tiegel in Umverpackung


Pflegeversprechen (für größere Ansicht klicken)
Hier beginnt im Prinzip schon mein Problem. Mit Naturkosmetik kommt meine Gesichtshaut nur sehr bedingt klar. Auf die Dauer habe ich noch kein Produkt gefunden, was all meine Wünsche in Sachen Tagespflege erfüllt. Die Nivea Tagespflege ist super, enthält aber leider schon an vierter Stelle der Inhaltstoffe Cyclomethicone, ein Silikonöl und kurz darauf ein weiteres: Dimethicone. (Weiterlesen auf Codecheck.info)

Wenn ich auf Silikone verzichten möchte, ist diese Tagespflege also eigentlich nichts für mich. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich auf die „Essence My Skin Mattifying Cream“ gestoßen. Die enthält keine Silikone. Dafür leider einige bei Codecheck sehr schlecht bewertete Farbstoffe. Trotzdem sind diese Stoffe natürlich in Kosmetik erlaubt und da diese Creme für „normale bis Mischhaut“ gedacht ist, dazu einen UVA/UVB-Filter verspricht (was mir sehr wichtig ist) und nur knapp 2 Euro kostet (bei dm) habe ich sie mir gekauft und nun circa zwei Monate lang auf Herz und Nieren getestet.

Die Creme ist zartrosa eingefärbt.
Die Creme ist recht gelartig in ihrer Konsistenz und leicht rosa gefärbt. Sie riecht fruchtig und nach Blumen, der Duft ist intensiv, aber nicht unangenehm. Schon eine kleine Menge reicht bei mir aus, um mein Gesicht einzucremen. Dabei fühlt sich die Creme wunderbar leicht an und auch das Hautgefühl nach dem cremen ist hervorragend. Die Haut ist glatt und seidig, nur meine Wangenpartie braucht manchmal noch eine zweite Schicht, weil sie sonst zu trocken wäre. Die Creme zieht schnell ein und hinterlässt bei mir keinen Film. Innerhalb der Testzeit sind bei mir keine Hautirritationen aufgetreten und ich bin inzwischen wirklich ein Fan der Creme. Am Anfang mattiert sie auch sehr gut. Die Langzeitwirkung des mattierenden Effektes vermag ich nicht zu bewerten, da ich eh fast immer Puder auftrage.

Aber – und das ist inzwischen leider ein großes aber – völlig zufrieden bin ich dann doch nicht. Das Hautgefühl ist super, nur hält die Creme nicht, was sie verspricht. Während ich mit der Nivea Tagespflege stundenlang durch die Sonne spazieren konnte, ohne Sonnenbrand zu bekommen, hat die Essence Creme leider nach ein paar Stunden Sonne schon schlapp gemacht und ich habe ordentlich Sonnenbrand bekommen. Das ist eigentlich ein No-Go, denn es war einer dieser Tage, wegen denen ich eben auf einen UVA/UVB-Schutz in der Tagespflege Wert lege: man ist unterwegs, erst ist es bewölkt, aber dann kommt doch die Sonne raus, nur mit Sonnencreme eingecremt ist man natürlich nicht.

Inhaltsstoffe (für größere Ansicht klicken)
Ebenfalls völlig überflüssig finde ich die Farbstoffe, die in der Creme enthalten sind. Natürlich soll so ein Produkt eher eine junge Käuferschaft ansprechen und deshalb bunt und fruchtig sein. Aber mal ehrlich: muss so ein Produkt rosa sein, damit es sich verkauft? Reicht da nicht die rosa/violette Verpackung? Hier finde ich, könnte Essence ruhig ein bisschen sparsamer sein, was die Farbstoffe angeht.

Fazit: Was die Pflegewirkung betrifft ist diese Creme mein ungeschlagener Favorit. Leider stimmt der Lichtschutzfaktor nicht (die Creme wirbt übrigens nicht explizit mit einem LSF-Wert), weshalb ich etwas ratlos bin, was meine zukünftige Tagespflege angeht. An Tagen mit wenig Sonne bleibe ich wohl bei der Essence-Creme. Aber nach der ausgiebigen Testphase, in der ich die Nivea-Creme aus meinem Bad verbannt hatte, muss diese dorthin wohl zurückkehren, damit ich an Tagen, die mit Sonne „drohen“ ausreichend gewappnet bin. Denn so gut, dass sie die schädlichen Nebenwirkungen eines Sonnenbrandes ausgleichen könnte, ist keine Creme – leider. Die Suche nach einer Allround-Creme geht trotzdem weiter, denn eigentlich möchte ich mir morgens keine großen Gedanken darüber machen, ob der Sonnenschutz meiner Tagespflege wohl ausreichen wird, oder nicht.

Bewertung:
Pflegewirkung: 5 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 4,5 von 5 Punkten
Anwendung: 3 von 5 Punkten (Abzug wegen mangelhaftem UVA/UVB-Schutz)

Was ist eure Meinung zu Silikonen? Seht ihr sie kritisch oder ist euch das Thema ganz egal? Wie wichtig ist euch ein LSF in eurer Tagescreme?


Vorschau: Nächste Woche gibt es einen ausführlichen Bericht über den getönten Augen Roll-On von Balea.

Freitag, 29. April 2011

Vergleichstest Tagespflege: Nivea Feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit Balea Feuchtigkeitsspendende Tagescreme

Lichtschutzfaktor (LSF) in der Tagescreme ja oder nein – da gehen die Meinungen weit auseinander. Während die einen sich nur ungern jeden Tag LSF auf die Haut schmieren, wollen sich die anderen vor lichtbedingter vorzeitiger Hautalterung schützen. Ich gehöre – zumindest in den Sommermonaten – zu letzterer Gruppe. In den Jahren, in denen ich keine Tagescreme mit LSF verwendet habe, hatte ich oft das Problem, dass ich vergessen habe, mich an sonnigen Tagen mit Sonnenmilch einzucremen. „Bin ja heute eh nicht draußen“,  habe ich mir gedacht. Aber denkste: ganz schön oft kam es vor, dass ich dann doch eine Zeit in der Sonne verbracht habe und prompt hatte ich wegen meiner hellen Haut Sonnenbrand am Dekolleté. Der für mich praktischste Weg dies zu verhindern, war es, eine Tagescreme mit LSF zu benutzen. So creme ich mein Dekolleté bei meiner morgendlichen Routine automatisch mit dem Sonnenschutz ein. Heute möchte ich euch die beiden Tagescremes vorstellen, die ich zu diesem Zweck ausprobiert habe.

1. Nivea Visage Feuchtigkeitsspendende Tagescreme für normale und Mischhaut



Diese Creme verspricht Lichtschutzfaktor 8 und „Vitamine und natürlichen Lotusextrakt“. Sie riecht leicht nach Zitrus-Düften, nach meinem Empfinden sehr angenehm. Die Textur ist ebenfalls wunderbar. Die Creme lässt sich gut auftragen und verteilen. Sie zieht schnell ein und ist somit als Make Up-Grundlage gut geeignet.






Pflegeverprechen (Anklicken für größere Ansicht)

Inhaltsstoffe (Anklicken für größere Ansicht)




Die Pflegewirkung der Nivea Feuchtigkeitscreme finde ich für tagsüber super. Die Haut ist glatt und weich. Sie wirkt nirgendwo trocken oder gereizt. Nach Reinigung und dem Auftragen der Creme wirkt die Haut auch leicht mattiert (ich verwende dann nur noch etwas Kompaktpuder). Auch der LSF hält, was er verspricht. An den sonnigen Tagen, die uns der April bisher bescherte, gab es keinerlei Probleme mit Sonnenbrand (bei besonders langen Sonnenbädern verwende ich allerdings auch richtige Sonnencreme).




Fazit: Eine prima Tagescreme, die all meine Wünsche erfüllt. Der LSF hält, was er verspricht und die Creme fühlt sich gut auf der Haut an. Dazu ein flüchtiger, angenehmer Duft. Ich bin begeistert.

Preis: 3,95 Euro bei dm-Drogeriemarkt



Bewertung:
Pflegewirkung: 5 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 4 von 5 Punkten
Anwendung: 5 von 5 Punkten
2. Balea Feuchtigkeitsspendende Tagescreme für normale und Mischhaut



Bei dieser Creme wird kein konkreter Lichtschutzfaktor genannt. Dafür punktet sie mit einem „sehr gut“ von Ökotest. Auch hier sind Vitamine und Lotusextrakt enthalten. Der Duft ist süßlich, leicht vanillig, aber schon recht intensiv. Leider meiner Meinung nach einer der größten Kritikpunkte an dieser Creme: der Duft verfliegt nicht und liegt bei mir sehr schwer auf der Haut. Da natürlich die Gesichtshaut der Nase am nächsten ist, hatte ich bei dieser Creme den ganzen Tag den Geruch in der Nase. Mich hat das gestört. Auch die Balea Creme zieht schnell ein.

Pflegeverprechen (Anklicken für größere Ansicht)

Inhaltsstoffe (Anklicken für größere Ansicht)


Die Balea Tagescreme enttäuscht leider bei den pflegenden Eigenschaften. Nach einigen Tagen spannte die Haut an den Wangen und juckte sogar ein bisschen. Ich vermute, die Creme hat bei mir nicht genug Feuchtigkeit gespendet. Rötungen sind aber auch bei Balea nicht aufgetreten. Zum UV-Schutz kann ich nicht viel sagen, da ich diese Tagescreme in einem Zeitraum getestet habe, in der meine Haut keiner intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt war. Da kein Lichtschutzfaktor angegeben ist, könnte ich mir allerdings vorstellen, dass er geringer ausfällt als bei Nivea.



Fazit: Nach circa zwei Wochen habe ich aufgehört, diese Creme zu verwenden. Den intensiven Geruch hätte ich vielleicht akzeptiert, jedoch spendete die Creme meiner Haut nicht ausreichend Feuchtigkeit.

Preis: weiß ich leider nicht mehr, jedoch günstiger als die Nivea Tagescreme (circa 2 Euro, schätze ich)

Bewertung:
Pflegewirkung: 2 von 5 Punkten
Preis-/Leistung: 3 von 5 Punkten
Anwendung: 5 von 5 Punkten
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